Im vorherigen Beitrag nannte ich den Aufkauf von landwirtschaftlichem Überschuss. Hierzu erstmal allgemein über die derzeitige Lage.
Zur Veranschaulichung, ein Landwirt in Niedersachsen, mit 700 Tonnen an Kartoffeln, die ihm der Markt nicht abgenommen hatte. Und mit solchem Überschuss, kann schon sein, dass so mancher Landwirt in nächsten Runden weniger an Kartoffeln pflanzt, um sich den Zeitaufwand bzw. auch Flächennutzung dafür zu sparen.
Dies ist meiner Ansicht nach schade, weil es ja nun wirklich nicht so ein Aufwand wäre, solche 700 Tonnen in die Verarbeitung zu bringen. Dabei kann man von einer Tonne so ca. 5.000 Portionen als Beilage machen, also bei 500 Tonnen, 2,5 Millionen Portionen.
Und meine Vorstellung dabei ist ganz einfach, dass man allgemein eine Abnahme (mit Abholung) zu einem Preis anbietet, wie z.B. erstmal 50 Euro pro Tonne. Das ist zwar deutlich weniger als was der Markt so zahlt. Aber, wären bei 500 Tonnen also 25.000 Euro.
Aus staatlicher Sicht bedeuten solches Deal, dass man für eine Million Euro, 20.000 Tonnen an Kartoffeln hat, bzw. 100 Millionen an Kartoffelportionen. Und die würde ich zum Teil einfach direkt versenden – wo, was an Qualität nicht so gut sein mag, locker als Viehfutter genutzt. Und zum Teil weiterverarbeitet, also im Sinne wie Fabrik für Lebensmittelkonserven. Und diese Produktion, z.B. um Lebensmittelspeicher der Berufsfeuerwehr zu füllen, sowie aber auch an Häfen, wo man Handelsvertretung hat, bzw. als Beitrag für humanitäre Hilfe bei Lagen wie derzeit noch z.B. in Gaza und Sudan.
In dem Sinne würde ich also einfach sagen, dass jährlich paar finanzielle Mittel hierfür reserviert sind, wo man mit Tabelle ran geht, bezüglich was man vorhat zu (ungefähr) welchem Preis zu kaufen, und in welcher Menge. Und da muss man dann halt nur schauen, dass man es logistisch hinbekommt, wie Güterzug der 500 Tonnen zum Hafen bringt, usw. Aber alles überschaubar, und meiner Ansicht nach ein großer Nutzen, da nicht Masse an Tonnen vergammeln zu lassen, für welche überregional eigentlich Nachfrage besteht, wenn auch solche Nachfrage kaum Kaufkraft hat.
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