Im Bild ist eine Karte des Jahres 1905 zu sehen. Die Tage sind zum Glück schon einige Zeit vorbei. Anhand der Karte jedoch ersichtlich, dass was bei anderen dann Zeitenwenden waren, für unsere Vorfahren so ziemlich Alltag war. Nämlich, Großrussland vor der Haustür zu haben. Damals war das noch mit Zar Nikolaus II., der die Russische Revolution von 1905 überstand, und dann im Weltkrieg, mit seinen Verwandten Wilhelm II. und Georg V. war.
Neben den historischen Aspekten, solche Karte ist dabei auch Veranschaulichung dessen, wie ein eventueller Frontverlauf aussehen könnte, wenn die Dinge noch weiter eskalieren, was Expansion Russlands betrifft. Allgemeine Vorstellung ist, dass es soweit gar nicht erst kommen sollte. Aber naja, die Kriegsführung der USA scheint generell einfach darauf zu setzen, dass alles weggebombt wird, und viel eigener Kriegserfahrung mit langen und breiten Fronten haben eigentlich nicht – d.h. Einheiten, die gewohnt sind, dass bei Anruf gleich Bomber kommt, die sind ggf. schon deshalb desorientiert, wenn der Bomber nicht kommt, usw. Und dazu auch das Ding, dass USA etwas launisch drauf zu sein scheint, wo überhaupt, dass wenn lieber Golf spielen würden, dass dann nicht wie in Afghanistan, Europa an Russland übergeben mit Aussagen wie: “Das habt Ihr davon, dass Ihr nicht gesprungen seit, wie ich wollte, obwohl Ihr so kurzfristig dazu physisch gar nicht mal in der Lage wart.” usw.
Im dem Kontext, würde ich über eine 2. Verteidigungslinie reden, sowie darüber diese in 3 oder 4 Frontabschnitte aufzuteilen, hinter welchen jeweils mehrere Länder unter einem “Abschnittscommand”. Dieser Tage sollte eine 1. Verteidigungslinie schon ausreichen. Aber wenn man so hört, wie Offiziere der Bundeswehr darüber redeten, dass als ob das Normalste, dass wenn Russland Baltikum überfällt, dann zig Kolonnen an Fahrzeugen, die wie durch die Schlucht bei Kaliningrad und Belarus fahren, und dazu vielleicht noch aus 20 verschiedenen Ländern, und dann zur Deckung nur die paar Fahrzeuge haben und selbst bei Training gab es schon Tote die im Sumpf gelandet sind, usw. – das hört sich mir nicht gerade nach “solide” an.
Dementsprechend würde ich halt sagen, dass es schon Sinn macht, wenn die skandinavischen Länder für einen Frontabschnitt zuständig, und südöstlich von uns, z.B. Tschechien, Slowakei, Österreich und Ungarn. Von deren Position aus, wäre es praktisch, wenn dabei auch für Schlesien zuständig (lies, Polen hat keinen Grund südlich der Oder Befestigung nach derzeit Polen inwärts zu machen, während das aus tschechischer Sicht argumentativ etwas anders aussieht).
Dies bedeutet, dass wir hier einen Abschnitt hätten, der auch die baltischen Länder betrifft. Und da würde ich sagen, dass wenn paar Mittel schon verfügbar sind, dass Teil davon in Befestigungen gehen sollte. Solche mögen dabei nicht unzerstörbar sein. Aber selbst der Schutt eines Bunkers, bietet mehr Schutz vor feindlichen Panzern, als dies bei Sandsäcken der Fall ist, und es braucht einfach paar ordentliche Stellungen. Bzw. sich auf irgendwelches Konzept zu verlassen, dass irgendeine KI in USA Hunderte an mobilen Einheiten koordiniert, und solche ständig im Feld leben, da bin ich wieder dabei zu sagen, dass es sich auf solche Art überhaupt nicht solide anhört, wo es doch um sehr ernste Sachen geht, wo man nicht Tausende gefallener Soldaten einfach nur wegen dem gewissen Organisationsmangel haben möchte.
Dabei auch relevant, die Thematik bezüglich Vermeidung von zivilen Opfern. Für Russland mag das leider kaum von Bedeutung sein. Bei NATO gibt es dazu zwar Lippenbekenntnis, aber zerbombtes Schulgebäude in Iran, dass scheint bei NATO Mitgliedern nicht als so schlimm wie Butscha zu gelten, usw. Und auch deswegen sind die Stellungen relevant, um sich nicht pauschal darauf verlassen zu müssen, in Dörfern Stellung zu beziehen, und wenn, dann sollte das Gebiet auch entsprechend evakuiert sein.
Bei dem Punkt, ich redete schon davon, dass je Landkreis eBusse, um Mobilität zu erhöhen, und ggf. der Berufsfeuerwehr vor Ort für Evakuierung verfügbar. In dem Sinne könnte man auch bei weiteren Ländern schauen, damit z.B. Slowakei tolle Abdeckung mit ÖPNV hat (und somit weniger Bedarf an Öl um das Land am Laufen zu halten – und in dem Zusammenhang, auch zu Wärmepumpen, und sowieso Konzept, wie man auch die Fernwärme in Berlin von Fossilen weg umstellen möchte). Damit wäre dann klar, dass auch kleines Land gewisse Evakuierung in eigener Regie durchführen schafft, statt irgendwelchem dass Bus mit Deutschfahne unter über Remigration redenden Politikern, z.B. Nachkommen von Holocaustopfern einfach so mal aufsammelt.
Und bei den Frontabschnitten eben auch eher gewisse Behutsamkeit je Command, weil man ja bei sich in der Nachbarschaft die Nachbarschaft verteidigt, statt darauf zu setzen, dass es paar Jungs vom Dorf in USA schon alles klären (unter Offizieren, deren Qualifikation sich laut Herrn Hegseth anscheinend davon ableitet, ob männlich und weiß sind, und solcher Kram).
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