Beim Kontrollwesen allgemein, halte ich nichts davon, wenn das gesamte Internet durchsucht wird, um Beleidigung z.B. gegen Herrn Merz oder Frau Weidel usw. zu finden. Und ich halte auch nichts davon, dass sogar sogenannte Künstliche Intelligenz genutzt wird, um z.B. an Grenze zur USA die Gesinnung der Einreisenden zu überprüfen.
Jedoch gibt es argumentativ Bedarf, manche Dinge effektiv zu unterbinden. Im Beispiel, jemand hat sich verleiten lassen, ein Selfie von sich nackig an jemanden zu senden – und der Empfänger teilt das Foto weiter. Solchen Fall mag man dabei FKK-mäßig sehen, aber der erste Empfänger des Fotos, hatte keine Lizenz um dieses Foto anderweitig zu nutzen, außer es sich anzusehen.
Und nun meldet sich die Person, bzw. will es zur Anzeige bringen, nachdem irgendwie festgestellt hatte, dass das Foto weiter geteilt wurde, und ggf. sogar irgendwo auf Webseite. Derzeit sieht es bei sowas so aus, dass die betroffene Person bzw. Anwalt gefragt ist, sogenannten Cease and Desist Letter zu senden. Und ich finde, dass man die Thematik etwas anders angehen könnte.
Meine Vorstellung dabei ist konkret, dass eine KI genutzt wird, die mit solchen Fotos gefüttert wird, und eine Meldung gibt, wenn dieses Foto irgendwo findet. Dabei bräuchte man zwar Rechenzentrum wie z.B. bei Google, wenn man also alle Bilder, die im Internet gepostet werden, sozusagen “scannen” wollen würde. Aber an erster Stelle geht es um Durchsuchung von beschlagnahmten Datenträgern, wie z.B. in dem genannten Fall, wenn man also sagt, dass die Geräte des einzigen Empfänger des Fotos, Aufschluss darüber geben können, wem es weitergeteilt wurde. Und so eine Dursuchung geht da auch weit flotter, als wenn wie derzeit beim Bund als ob komplette Studie zu dem Inhalt des Datenträgers erstellt wird. Womit der Datenträger auch eher schneller zurück an dessen Eigentümer geht, in den Fällen wo es halt um ziemlich spezifisches Ding geht, wie des einen Fotos.
Und die Idee halt, Mittel zu haben, um eine Weiterverbreitung des Fotos einzudämmen. In dem Fall, mag sich das wie großer Aufwand dafür anhören, dass die betroffene Person das Selfie halt nicht an den Empfänger hätte senden sollen. Aber das ist nur ein Beispiel von verschiedenen Fällen, wo das Bildmaterial auch nicht weiter verbreitet werden sollte. Als Beispiel, bei Leichenschau werden Fotos gemacht, und die landen irgendwie bei Politikern und in sozialen Netzwerken.
Da gibt es zwar sicherlich eine gewisse Grauzone, wie z.B. Fotos von toten Kindern zu nutzen, um die Leute wachzurütteln, dass dies der Alltag für viele Menschen, unter den Bomben von UN Sicherheitsratsmitgliedern, usw. Unter den Umständen würde ich sagen, dass die betroffenen Personen, die z.B. in Ukraine oder Iran getötet wurden, zumindest vielleicht schon gerne gewusst hätten, weswegen denn ihr Leben geben mussten.
Aber so allgemein, das sind halt nicht Fotos, die irgendwie in der Public Domain liegen würden. Und dementsprechend macht es meines Erachtens nach Sinn, wenn solche Dinge professionell unterbunden werden, inklusive dessen, dass Betreiber von Webseiten direkt kontaktiert werden, wenn da Fotos oder Videos, die z.B. ein Ex-Partner aus Rache dort gepostet hat, ohne Zustimmung der (weiteren) Person, die deswegen keinen Anwalt braucht, wenn eben der Rechtsweg diesbezüglich etwas anders ausgelegt wird.
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