Radtransitstrecken und farbliche Markierungen

Photo by Şahin Sezer Dinçer, via Pexels

In manchen Ländern werden Fußwege und/oder Fahrradwege farblich markiert, wie in dem Bild oben aus Istanbul zu sehen ist.

Ich selbst würde dabei anderes Piktogramm für die Fußgänger auswählen. Aber so eine farbliche Markierung im Allgemeinen, finde ich praktisch. Zum Beispiel an einer Plaza, halt klar, wo man sich in Ruhe hinstellen darf, um z.B. die Fassaden der Gebäude zu bewundern – d.h., überall, bis auf diese markierten Korridore. Und argumentativ wird damit eine Plaza auch schicker gemacht.

Dabei würde ich nicht alle Wege im Land farblich markieren. Aber in so manchen Fällen, hilft es mit der Übersicht, insbesondere auf Kreuzungen.

Als Beispiel, siehe Niederlande:

Der Radverkehr macht da eine kleine Biegung. Und wenn ein PKW von links oben fährt, und rechts nach links unten abbiegt, da sieht der PKW-Fahrer deutlich, dass dort ein Radweg verläuft, und mit einfachem Rechtsblick sieht der Fahrer, ob da ein Rad von der Seite kommt. (Mehr Details zu dem Design, auf diesem Blog.)

In dem Sinne wäre gut, wenn man da auch eigenes Konzept hat, das zumindest dann an neuen Kreuzungen angewendet wird, bzw. auch bei sozusagen Upgrades alter Kreuzungen einhergeht.


Und bei der Thematik, meines Erachtens nach wäre es auch praktisch, wenn es Radtransitstrecken gibt. Also Strecken, die etwas wie die Autobahnen ausgelegt sind, aber halt für Rad (und Blick auch auf Nutzung von Scootern). Und Idee halt, dass man z.B. 10 Kilometern radeln kann, ohne mit anderem Verkehr zu tun zu haben.

Sowas gibt es teils schon – siehe z.B. die Humboldtbrücke in Potsdam. Aber der Radverkehr landet dann in den Kreuzungen an beiden Enden. Und insbesondere bei Verbindungsstraßen, wäre eigentlich nicht so großer Aufwand, z.B. Unterführung für einen zweispurigen Radweg zu machen.

Und auch auf dem Land hat sowas einen Nutzen für Verkehrsteilnehmer. Denn wenn man sagt, dass es neben Straßenverbindung z.B. zwischen einer Stadt um umliegenden Dörfern, eben separat noch einen Radtransitweg gibt, dann muss der Radverkehr nicht an der Seite einer Landstraße fahren, wenn eben ein designierter Weg vorhanden ist, der das abdeckt.

Beispiel, an der B5 zwischen Nauen und Zeestow, gibt es sowas schon. Und aber auf Höhe von Bredow, landet der Radverkehr im Kreisverkehr mit LKWs usw. Und da wäre eben toll, in Zukunft darauf zu achten, dass wenn so eine Straßenbrücke gebaut wird, dass auch gleich Unterführung für Radweg separat von der Straße einplant wird.

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