Neben der zuvor genannten Invasion, ist insbesondere dieser so modernen Tage aber auch möglich, dass der Feind einfach nur von Weitem auf irgendwelche Dinge schießt. Dabei ist es praktisch, wenn man solche Raketen abwehren kann, wie die Idee mit Dingen wie dem Iron Dome. Aber nur so als Schildkröte dazusitzen, nicht so toll.
Und da kommt Expeditionskorps ins Spiel. Vorstellung hier nicht unbedingt, es wie in Geschichten der Schlachten vergangener Tage handzuhaben, als z.B. Husaren eine feindliche Artilleriestellung stürmten. Und auch nicht unbedingt direkt Gegenoffensive. Aber einfach Dinge, wie z.B. wenn also Russland ganz böse Europa überfällt, dass das Gebüsch aus welchem die Kavallerie springt, z.B. im Nacken der russischen Truppen in/bei Ukraine liegt.
Das mag sich im klassischen Verständnis einer Schlacht merkwürdig anhören, dass der Russe doch vor Berlin lagert, und was macht die doch anscheinend Elite unseres Militärs dort ganz woanders. Aber aus Sicht, in diesem Szenario Russlands bzw. des russischen Generalstabes, befindet man sich der Preuße nun also auf einmal an deren Grenze bzw. sogar schon in deren Gebiet. Und dies ohne die Verteidigungslinie bei Berlin zu nutzen, die eher passiv dasitzt, und für das russische Militär keine so aktive Bedrohung darstellt, wie die Einheiten bei dem anderen Schauplatz.
Ob sowas ausreicht, damit Kreml ganz klar sagt, dass zu all dem Kram, den es überall so gibt, auch noch Berlin zu erobern, definitiv nicht vorhat – keine Ahnung. Aber mit solchem Korps kann man etwas mehr machen, als nur darauf zu setzen, dass man also in Richtung Moskau vorrückt, entlang der Route, an welcher ggf. Großteil des russischen Militärs gerade liegt.
Und in dem Sinne, sowas auch praktisch, um beim Bündnisfall zu unterstützen, und eben auch nicht unbedingt direkt an der Stelle, wo vermeintlich gerade der Schwerpunkt der Front liegt. Wer sich militär-historisch mit dem zweiten Weltkrieg befasst hat, der kann dort sehen, dass viel zu tun hatten, je länger und länger die Frontlinie insgesamt ist, auch wenn es unterdessen von den Politikern als voller Erfolg verkündet wird, dass die Grenzlänge erneut gestiegen ist, damals im Namen von Lebensraum und übrigens auch irgendwas mit angeblichem Anspruch laut historischer Karte, laut welcher die Deutschen doch angeblich vertrieben wurden, als Atilla kam, und die Slawen sich mehr nach Westen gesetzt haben. Eine Auslegung geht da sogar so weit zu behaupten, dass alles bis kurz vor Moskau, ja eigentlich irgendwie zum Reich gehört.
Dies ist im gewissen Sinne eine militärische Realität, die auch für andere gilt, dass je länger die Frontlinie, desto mehr zu tun. Und die Frontlinie mag man eher mit vier Beach-heads dehnen, statt darauf zu setzen, dass also der Kanzler von Portugal Milliarden für Brücken ausgibt, damit dann die Alliierten von dort schön in Kolonne dann mal zum Gegner fahren, wie es die Alliierten dieser Tage so vorzuhaben scheinen, wenn Russland im Baltikum seine Grenze dehnen möchte. Und in dem Sinne Ausrüstung, um einen solchen Flankenschlag durchführen zu können, auch wenn es kaum so Schlagkraft haben mag, wie bei NATO oder Russland ganze Städte in Schutt und Asche zu legen.
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