Landwehr und mehr

Zur Einleitung, ein Video mit Aufnahmen von vor paar Jahren:

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von YouTube.

Und, nachdem Sie das Video gesehen haben… Können Sie wiederholen, was die drei Namen des einen U-Bahnhofs waren?

Falls ja, dann wohl aus einem oder beiden der folgenden Gründe:

a) Sie sind sehr aufmerksam.
b) Für Sie ist die Frage, als wenn ich fragen würde, welche Farbe das Berliner Rathaus hat.


Und nun dreht es sich darum, dass laut NATO also schon sein könnte, dass Russland bald Europa überfällt. Möglicher Schauplatz dessen, wäre eventuell auch Berlin, also irgendwas wie, Million russischer Soldaten mit zig Drohnen, auf dem Vormarsch, im Namen von “Wir befolgen nur Befehle, und ob das so irgendwie Sinn macht, keine Ahnung.”

Bei NATO würde das derzeit so aussehen, dass also paar Tausend Mann, auch aus USA (in Europa stationiert), dem entgegenstoßen werden würden, und groß irgendwelche Panzerverbände hinterher, usw. Und ein Ding dabei ist, dass es auch zu sogenanntem ‘Urban warfare’ kommen kann. D.h. wenn man mal davon ausgeht, dass NATO nicht unbedingt Berlin, so wie Gaza, bombardieren würde, nur weil es Meldung gab, dass irgendwo feindliche Soldaten (vermeintlich) gesehen wurden.

Und in dem schon so ziemlich krassem Notstand bzw. Verteidigungsfall, ist dann argumentativ noch krasser, wenn die russischen Offiziere bessere Ortskenntnis haben, als es der Fall z.B. bei Einheiten der Bundeswehr zu sein scheint. Dabei gibt es zwar sicherlich Karten, aber da muss man sich auch die Zeit nehmen bzw. haben, drauf zu gucken.


Daraus schlussfolgernd, schon praktisch, wenn die Verteidigungskräfte nicht sogar komplett desorientiert, nachdem von irgendwo im Saarland, innerhalb von Stunden irgendwo in oder bei Berlin Stellung beziehen sollen (noch dazu mit sogar nur leichtem Panzerwagen als Deckung), oder sogar direkt Befehl irgendwas zu stürmen, und viel Spaß damit mit so einem Anlauf, und blindes Vertrauen in die Heeresleitung, dass was ausgespäht wurde, u.ä.

Demensprechend ist meine Vorstellung, dass “Landwehr” das reguläre Militär des Landes ist. In anderen Worten, es gibt Offiziere, die werden nicht hinundher verlegt, und aber haben “Revier” mit Stellungen (wobei Ingenieurkorps zentral).

Und das sind dann die Mannschaftsoffiziere auch für die Reserve im Allgemeinen. Damit hätte man dem Bürger gegenüber auch ein argumentativ etwas interessanteres Angebot, wenn einfach klar, dass es beim Wehrdienst erster Stufe darum geht, mitzuhelfen bei der Verteidigung von alle dem, was es hier so gibt, wo man lebt. Und das geht halt mit paar Monaten Grundausbildung einher, sowie dann jedes Jahr einige Zeit (derzeit ist gesetzlich schon geregelt, dass Arbeitgeber 14 Tage im Jahr freistellen, wenn Arbeitnehmer Reservist).


Die zweite Stufe ist dann Dienst wie bei Hussaren, bzw. was ich als “Expeditions Corps” benennen würde, wenn es darum geht, einem Bündnispartner bei der Verteidigung einer Frontlinie zu helfen, u.ä.

Otto Braun würde dabei wohl darauf pochen, dass das aber ganz klar in der Verfassung geregelt ist, dass der Oberbefehlshaber nicht nach Lust und Laune mit seinem Trupp durch alle Länder ziehen kann. Also in der Art, wie man es kennen mag, dass Parlament schon was zu sagen hat, wenn es um die sogenannten Auslandseinsätze geht, usw. Bin ich auf keinen Fall dagegen. Und aber halt schon Rücksicht darauf, dass wenn es ernst wird, nicht unbedingt viel Zeit oder auch Möglichkeit, für einen bürokratischen Wahn, wie z.B. eben, dass wenn Bundeskanzler Fallschirmspringer aus Saarland einsetzen möchte, um einen U-Bahntunnel zu sichern, da deren Kommandant wohl gerne einen Lageplan zu hätte, statt da ggf. einer U-Bahnhaubitze in die Mündung zu laufen, die einem Seitentunnel, der auf ersten Blick vom Tunnelende nicht zu sehen ist. Und dementsprechend an erster Stelle, Landwehr, die, wenn was sein sollte, zumindest den wirklichen Heimvorteil hat.

Comments on Landwehr und mehr