Waffengesetz

Allgemein bin ich für eher strenges Waffengesetz. In USA kann ich verstehen, dass es insbesondere historisch, sehr abgelegene Besiedlung gab. Also anfangs inmitten von Wildnis, mit Unabhängigkeit ab 1776, und der ersten transkontinentalen Bahnverbindung ab 1869 (ca. 3.075 Kilometer lang, mit Fahrtzeit von einer Woche). Da gab es auch den Wilden Westen, mit all den Outlaws, wie Billy the Kid, aus New York City. Und selbst die tüchtigen Sheriffs, hatten nur Pferde für doch schon ziemlich weite Entfernungen.

Im Unterschied dazu, hier ist es doch etwas dichter besiedelt, und entsprechend nicht so, dass jede Familie Megaranch hätte, wo die Kugel nach der Schussreichweite auf dem Boden landet, bevor die Kugel das Gelände verlässt. Und ich selbst finde Zivilschutz auch dahingehend wichtig, dass wenn z.B. Herr Putin invadiert, und im Haushalt eine Waffe, die voller Patriotismus von einem Minderjährigen ergriffen wird, um z.B. aus einer Scheune auf diese schlimmen Kerle zu schießen, die es nicht mal zu schaffen scheinen, eine ordentliche Kriegserklärung zu artikulieren, wenn denn schon aus solchem oder jenem Grund den heimischen Herd verlassen, um auf eine solche Art in die Welt zu ziehen – dass es zu solcher Situation gar nicht erst kommen kann, wo im Rahmen der Szene z.B. ein russischer Panzer zurückschießen könnte, wenn keine Schusswaffe im Haushalt vorzufinden ist.

Ganz ideal in solcher Situation wäre natürlich, dass die Familie schon längst evakuiert ist. Aber dazu kommt es nicht unbedingt immer, und Kriegsrecht ist halt so, dass wenn von der Scheune niemand schießt, dann hat da auch niemand einen kriegsrechtskonformen Grund zum auf die Scheune schießen. Dies muss dabei nicht unbedingt nur russische Truppen betreffen. Wenn der Schuss auf z.B. Panzer der USA, die rufen entweder Airstrike rein, mit sogenanntem Doppel-Tapping (besonders mies bei Wohngegenden, wo nach Erstschlag Leute zur Hilfe hinzueilen – und das ist halt die Norm, die ggf. auch in Europa anwenden, weil das so ist, wie es machen). Oder die nehmen die nicht-uniformierte Person fest, und ggf. wieder ab in irgendein Verhörlager, wobei die in USA selbst bei eigenen Minderjährigen nicht halt machen, die in wie Stasi-Gefängnisse zu stecken. Und das alles halt überhaupt nicht toll, und argumentativ schon machbar, es besser zu “managen”, wie eben dafür zu sorgen, dass insbesondere Minderjährige da nicht in der Räder dieser Maschinerien geraten.

Auf der anderen Hand ist es aber nicht so, dass ich jemandem, der sich zumindest in der Reserve befindet, keinen Umgang mit einer Waffe zutrauen würde, auch wenn sich ohne Offiziersaufsicht mit der Waffe befasst. Hier stellt sich jedoch die Frage, wozu denn nun diese Waffe gerne hätte? Denn, wenn es einfach nur als Sammlerstück ist, an für sich kein Unding hier und dort ein wie Militärmuseum zu machen. Oder geht es vielleicht um die Standard-Ausrüstung der Landwehr, die einem Sniper nicht gut genug ist, und er selbst für anderes Gewehr zahlen würde? In dem Sinne wäre es nicht neu, dass jemand sein eigenes Schwert mitbringt, und es mit in der Waffenkammer sitzt, wenn es nicht gebraucht wird. Dementsprechend, mindestens Grundausbildung, um Waffenschein beantragen zu können, und dann zu den Anfragen, die es eventuell gibt.

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