Das Internationale Congress Centrum Berlin, es steht leer. Im Jahr 2014 wurde es geschlossen, wegen Asbest, und anscheinend bevor es irgendeine Sanierung gab, wurde es 2019 unter Denkmalschutz gestellt (bin mir nicht sicher, ob das also auch für den Asbest gilt, der dort meines Verständnis noch vorhanden). Und nun redet man in Berlin über Pläne zur Weiternutzung, und aber eher unwahrscheinlich, dass da jemand mit ziemlichem Batzen an Geld zu finden ist, um diese Sanierung durchzuführen, die meinem Verständnis nach seit 2014 aussteht, weil man sich dann doch nicht sicher war, ob man es nicht abreißt, bzw. keine Knete vorhanden, mit Bau von Flughafen BER, usw.
Dazu erstmal zu dem Denkmalschutz – allgemein finde ich das eine gute Sache. Aber für mich ist da eher relevant, wie alt das Gebäude ist, und ob es halt wie ein Denkmal, wie der Kölner Dom, oder z.B. ein U-Bahnhof (wie Hermannplatz). Und wenn also z.B. der Mäusebunker derzeit unter Denkmalschutz steht, weil es “ein Meilenstein in der Geschichte des Brutalismus darstellt”, da hat das zwar was für sich. Aber ich finde es absurd, dass damit also Sanierungskosten, und ggf. Betriebskosten erhöht, für etwas aus dem Jahr 1981 (wenn man mal von Weiterbetrieb ausgehen würde, statt es 3D zu kartografieren und abzureißen). Und meinen Verständnis nach, haben sich die Bauweisen über die Jahrzehnte schon etwas geändert. Und wenn man allgemein erwartet, dass sich jemand finden muss, der spezifisch z.B. den U-Bahnhofbau der 1920er studiert hat, und dies um so zu bauen, mit ggf. auch Material, das so nicht unbedingt alles dieser Tage vorzufinden ist… das hört sich nach ziemlichem Hürdenlauf an, nur für ein paar Dinge, wie ein Eingang von U-Hermannplatz, der lange Zeit geschlossen. Dementsprechend würde ich beim ICC aus den 1970ern nicht groß über Denkmalschutz reden.
Und was die Nutzung betrifft, ich selbst gehe erstmal von Nutzung aus, weil selbst wenn man es also abreißen würde, den Asbest müsste man sowieso beseitigen, und eben professionell, und nicht einfach alles auf offenen Anhänger, und dann an Kitas mit vorbeifahren, u.ä.
Und meine Vorstellung ist, es als Meeting Point der hier lebenden Nationalitäten zu nutzen, als Anhang zur Versammlung der Vertretungen aller in Preußen lebenden Nationalitäten.
Zur Veranschaulichung, derzeit leben in Berlin, etwas mehr als 20.000 Bürger der USA. Für diese und auch weitere Nationalitäten dabei nicht großes Unterfangen, Wahlen abzuhalten, z.B. in digitaler Form und/oder mit Briefwahl. Und die Vorstellung, dass sich jede Gruppe Vertretung für die genannte Nachbarschaftsversammlung wählt, und man gemeinsam bissel chillt, und sich über verschiedenes unterhalten kann.
Die Vertretungen würde dabei Büros gestellt bekommen, und so. Sowie die Möglichkeit, sich einen der 80 Säle und Räume im ICC zu reservieren. D.h. für Veranstaltungen, wie z.B. Diskussionsrunde zur Zollpolitik der USA, zwischen den U.S. Bürgern und ggf. geladenem Gast, und mit Videoaufnahme (was technisch idealerweise gleich einheitlich fürs ganze Haus geklärt, dass das professionell vorhanden, ohne Notwendigkeit sich da auf Handy zu verlassen). Oder auch Pressekonferenz, oder wie auch immer in dem Veranstaltungssinne.
Ob das dann so viel genutzt werden würde, ist dabei natürlich separate Frage. Aber an erster Stelle hat man (mal) so ein Angebot, und damit kann schon mehr gemacht werden, als wenn es solches Angebot nicht gibt – insbesondere was diejenigen betrifft, die nicht groß über Mittel verfügen, um sich im Hotel Konferenzraum zu mieten, u.ä. Und wenn dann Räume leer stehen würden, da kann man noch Dinge machen, wie z.B. dass ein Raum wie bei Tagesschau usw. eingerichtet, und dort Journalisten-im-Exil TV-Newsdesk haben, oder z.B. einer der Räume für “eSports Veranstaltung” hergerichtet, also sowas wie bei LAN-Party.
Dabei auch Kantine oder so, dass an erster Stelle die Vertretungen auch gesamte Tageskonferenz planen können, mit einfach vor Ort Verpflegung geklärt, und somit das ganze weit gemütlicher.
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