Wenn man es ganz zynisch nimmt, dann ist der Staat im Allgemeinen, ein Mittel des Machthabenden, um seine Agenda durchzusetzen. “Der Machthabende” dabei auch z.B. eine parlamentarische Regierung, und zwischen den Agenden die es so gibt, z.B. beim Bund, das “Damit diejenigen mit Überfluss an Geld noch mehr Überfluss haben, ohne dabei zu hinterfragen, ob denn zumindest manche von denen, dieses Geld in die Schaffung von Arbeitsplätzen stecken, statt es nur irgendwo anzuhäufen, um Mädchen vom Dorf damit zu beeindrucken.”, oder das “Für ein starkes Bayern!” – oder geplante Agenda von großem Teil der Opposition, irgendwas im Bereich von “Abgeordnete entsorgen”.
Wenn man es aber nicht so zynisch nimmt, dann könnte man über den Staat, als eine zivilisatorische Errungenschaft reden. Damit meine ich spezifisch, dass Menschen schon seit Jahrtausenden organisiert waren, wie z.B. anhand alter Stadtpläne zu sehen ist. Im Umfang war das am Anfang nicht so spektakulär, wie dann z.B. bei Karl Friedrich Schinkel, dessen Gemälde im Bild zu sehen ist. Aber zu dem Gemälde wäre es wohl nie gekommen, wenn sich Menschen am Anfang der bekannten Geschichte, einfach jeder für sich, so viele Nüsse wie geht gepackt hätten, um dann glückselig bis an des Ende ihrer Tage in einem Kleingarten zu verbringen. Denn, von Anfängen wie in Indien und Mesopotamien, leitet sich viel ab, was heutzutage gängig ist. Wie z.B. Mathematik, wo die Antike oft genannt wird, aber der Ursprung der Mathematik noch älter ist.
Und der ursprüngliche Zweck dieser Organisierung, lag bei existentiellen Bedürfnissen. Also insbesondere Nahrung, Bekleidung, Behausung, und Schutz dieser Dinge z.B. vor Mäusen, die einem das Getreide stibitzen wollen.
Und in dem Sinne, sehe ich auch die Essenz eines modernen Staates, wenn man dem Staat anerkennt, dass mehr ist, als nur ein Zusammenspiel der stärksten Wählergruppen, oder Lobbykumpel, or whatever. Also im Beispiel, Obdachlosigkeit. Mag die meisten Wähler/innen nicht betreffen, und wenn interessiert es schon, was dazu die Parteien eigentlich sagen, irgendwo im Internet gibt es doch ein neues Video, und so weiter. Aber als machthabende Gesellschaft, scheint man ziemlich schlecht aufgestellt zu sein, wenn nicht mal dieses Grundbedürfnis abgedeckt ist, während dazu Großteil aller Mieter von Eigenbedarfskündigung und auch Obdachlosigkeit betroffen sein kann, wie es die Gesetzgebung beim Bund sagt. In solchem Kontext kann man ja schlecht sagen, dass das Land ein Märchenland für alle Beteiligten wäre, auch wenn es auch Sicht der Aktionäre so aussehen mag.
Dementsprechend sehe ich das mit dem Staat so, dass wenn so manche Person im Land, kein märchenhaftes Leben hat, dass man schauen sollte, dass es zumindest kein miserables Leben ist, wo man nicht mal weiß, ob man heute was zu Essen hat, usw.
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