Zur Neuregulierung des Bankwesens

Während in der Wirtschaft gut bezahlte Jobs zu finden sind, die Realität sieht für so manche Arbeitnehmer so aus, dass für (bei) Mindestlohn in prekären Arbeitsverhältnissen auch Schichtarbeit verrichtet wird. Z.B. bei mir, als 2019 der Mindestlohn 9,19 Euro brutto war, ich war in Berlin in einer Firma, wo z.B. die Kundenhotline der VHS in Frankfurt am Main betreut wurde. Und z.B. auch Belegbearbeitung für Wasserwerke in Niedersachsen, als Subunternehmen von einem Subunternehmen. Ähnlich auch bei Stromanbieter, der ein Subunternehmen mit dem gesamten Kundenservice beauftragt hat, und dieses Subunternehmen dann die Firma in Berlin damit beauftragte, die Abendzeiten und Samstage der Kundenhotline abzudecken. Und auch weitere Sachen, wie z.B. Betreuung der Kundenhotline einer Sparkasse.

Ich selbst bin da nicht so, dass ich darüber nur meckern würde. Denn an für sich ist ja toll, dass es damit Arbeitsstellen in Berlin gibt. Und durch die dann Erhöhung des Mindestlohns, hatte man eher mal was am Ende des Monats übrig. Aber mit den KI-Trends, das sind nicht nur angeblich paar Grafiker, die nicht mehr gebraucht werden. Aber auch Reihe an solchen Jobs, wo zu sehen ist, dass so mancher Betrieb auch schon davor, nicht im Namen der Solidarität mit Arbeitern in Berlin, aber in Namen von Kostenersparnis, diese Stellen outgesourct hatte.

Dementsprechend würde ich besonders bei Banken, als sinnvoll erachten, so anzusetzen, dass den Banken eine Mindestzahl an Angestellten vorgegeben wird, anhand der Anzahl an Kunden. Lies, wenn man sagt, dass einheitliche Kontoführungsmindestgebühr von 5 Euro im Land gilt, bei je 1.000 Kunden sind das monatlich 5.000 Euro, wovon man locker Vollzeitstelle tragen kann, für mehr als Mindestlohn.

Dies würde bundesweit zwar nur so 80.000 Stellen betreffen. Aber meiner Ansicht nach, würde man durch solche Vorgabe einfach dem vorbeugen, dass auch hier bald nur ein Megadatenzentrum, wo all diese Sachen nur von KI verwaltet. Mit KI mag es dabei zwar sicherlich irgendwie laufen, aber eher unklar ob qualitativ – und all die Ersparnis soll dann anscheinend einfach in die Taschen der Milliardäre fließen, die sich davon mit paar Klicks Immobilien z.B. in Berlin kaufen, um die Mieten zu erhöhen, damit noch mehr Rendite haben, während alle anderen halt schauen sollen, woher das Geld nehmen, das sich da in Anzahl eher wenige Personen in Masse anhäufen, und noch mehr Anteil am Gesamtvolumen des Geldes im Umlauf haben wollen, weil… man sich Respekt von seinem Papa erhofft, oder was auch immer dem psychologisch zugrunde liegen mag.


Das Prinzip gewisser “Crowd Wirtschaft” hatte ich schon im Zusammenhang mit der preußischen Fassung der “Council Tax” aus UK genannt. Also, bei 100.000 Einwohnern in einem Landkreis, sind aus den 5 Euro schon 500.000 Euro, z.B. für das Budget des Landkreisnahverkehrsbetriebes, womit Gehälter gezahlt, und etwas für die Fahrzeuge, und schon fahren alle im Landkreis umsonst (mit eBussen geklärt).

Dabei gehe ich nicht davon aus, die gesamte Wirtschaft so zu strukturieren. Aber die derzeitige “Struktur” von “Jeder für sich Masse an Mammon anhäufen”, die lässt sehr zu wünschen übrig, wenn man anerkennt, dass Länder mehr sind, als nur jeweils ein Adelsklub. Und mit dem “Crowd” Beispiel, möchte ich verdeutlichen, dass auch wenn insbesondere in USA Arbeitsstellen als eine finanzielle Belastung gelten, es ist üblicherweise nicht so, dass es für das Geld keine Leistung geben würde, wie z.B. von den Busfahrern im Landkreis. Und da ist für mich einfach eine logische Schlussfolgerung, dass es viel besser ist, wenn die 5 Euro monatlich für solchen Service, statt alles darauf auszulegen, dass auch diese 5 Euro mit bei Milliarden auf irgendeiner Insel landen.

In dem Kontext bin ich übrigens auch für eine Neuregulierung des Kasinowesens. Also, wenn manche Leute davon Kitzel haben, mit statistisch unter 50% Chance was gewinnen zu können, ich sehe es als deren Ding, mit deren eigenen Geld. Aber wenn schon, dann kann das auch im lokal geführten online Kasino gemacht werden, wo der Gewinn des Hauses dann eher z.B. in Form eines physischen Kasinos im Land, gewisse Geltung findet, und auch eher für alle Beteiligten übersichtlich, was es zu versteuern gibt.

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