Das Postwesen und ePostfächer

Im vorherigem Beitrag zum Bürgerforum, nannte ich eine Homepage, die man sich als User anpassen kann. Sozusagen wie Module auf der Homepage, ähnlich wie hier auf dem Blog rechts zu sehen, wie einzelne Bauteile, die man sich einfügen kann, z.B. wie die Wetterkarte. Dies aber in etwas modernerem und erweitertem Design, spezifisch im Bezug zu Echtzeit-Updates auf der Homepage. Also im Kontext eines Forums, wenn ich z.B. im Forum des Bezirks, wo ich wohne, Topic poste, und jemand sagt was dazu, dass ich auf der Homepage in dem Modul/Kasten des Bezirksforums sehe: “New reply”, und mit einem Klick bin ich dort.

In dem Sinne auch für jedes weitere Forum, wo der Betreiber an diesem Ecosystem teilnehmen möchte. Zum Beispiel bei mir, wäre das neben dem Modul für das Bezirksforum, auch Forum des Parlaments, und Forum der EU. Und nicht nur Forum-Module, aber auch weiteres. Wie z.B. Modul für Kalender, für Radio, für Youtube-Channel, für Abfahrtszeiten der ausgewählten ÖPNV-Haltestelle, … Und auch ein Modul für Emails.


Bei den Emails gibt es verschiedene Anbieter, womit man die Thematik als abgedeckt sehen könnte. Aber, dem Bürger ist da unbedingt kaum etwas klar. Wie z.B.: “In welchem Land sind die Daten (/Emails) denn gespeichert?”, oder “Liest da irgendeine KI mit?”, oder “Was wenn ich mein Passwort vergesse? Kann ich mich an jemanden mit meinem ID-Ausweis wenden?”

Das Parlament würde da wohl über Verbraucherschutz reden. Also, dass Email-Betreiber wie Zertifikat vorweisen sollen, dass den Datenschutz voll ernst nehmen, usw. usw. Aus Sicht der Exekutive stellt sich jedoch die Frage: “Wie willste das denn kontrollieren?” – Lies, wenn Parlament eine Regulierung vorgibt, wie z.B. zu Höchstgeschwindigkeiten auf Straßen, da ist sowas nicht eine Empfehlung per se, aber halt geltendes Recht. Und im Straßenverkehr ist es einfach, mit etwas Gerät und paar Mann zu messen, ob sich denn auch alle brav an das geltende Recht halten. Aber, z.B. beim Server eines Email-Betreibers, selbst wenn man also parlamentarisch gebilligt vollen Zugang auf das System erhält, sich da auszukennen, und dann noch Dinge zu finden, sowas würde ziemlich viel Zeit in Anspruch, und hohe Qualifizierung des Kontrolleurs voraussetzen.

Somit, wenn man also sagt, dass ein Email-Postfach schon zum bürgerlichen Alltag gehört, da würde es voll Sinn machen, wenn es ein Angebot dieser online-Dienstleistung aus öffentlicher Hand gäbe. Und ich sehe da die Staatspost als den Träger dessen.

Der Begriff “Staatspost” mag etwas altmodisch klingen. Für mich selbst ist es unvorstellbar, jedweden Briefwechsel, den man hat, einem Milliardär, wie z.B. in USA, zu überlassen. Der mag davon zwar schon was verstehen, aber es ist nicht so, dass man davon hier überhaupt nichts verstehen würde, oder was davon hätte, wenn von dem Gewinn, Megaparty-Jachten gekauft werden.

Wer von Frau Thatcher geprägt ist, wie so argumentativ manche Person in der Politik, mag da wohl zur Komplettprivatisierung neigen. Ich selbst finde das aber nicht so durchdacht, und z.B. bei der Privatisierung der Wasserwerke, Dutzende Milliarden, die dort an Gewinn abgeschöpft wurden, während aber anscheinend an Kläranlagen gespart wird, weil dort ziemlich viel Schmutzwasser in die Flüsse geleitet wird.

Dementsprechend sehe ich die “Staatspost” als Institution, mit Dienstleistung für alle Bürger aller Nationen im Land. Und modern definiert, im Dienstleistungsangebot auch ePostfach für Emails.


Von der Struktur her, würde ich wohl auf Emailserver der Post je Landkreis setzen. Das mag nicht so cool klingen, wie Megarechenzentrum. Aber was man da hätte, wäre der Fakt der kurzen Strecke der Verbindung zwischen den Usern im Landkreis, sowie dem Emailserver – bis hin zu Option eines Landkreis-Intranets. Und wenn eine Email von Einwohner in Landkreis A an jemanden im benachbartem Landkreis B geht, dann sendet der Server die Email direkt zu dem Postserver im Landkreis B.

Von der Funktionalität her, größtenteils wie man Emailanbieter so kennen mag, inklusive Option sich Weiterleitung einzustellen, wenn man sich z.B. jede Email bei sich auf dem Rechner speichern möchte, und/oder eigenen Emailklienten nutzen möchte, statt dem Webseite-Interface.

Hier kommt dazu zusätzlich, dass das ePostfach mit der natürlichen Person verknüpft ist. D.h., jede Person hätte damit auf Lebzeiten ein ePostfach – und wie damit dann verfahren wird, das wird im Rahmen der Regelungen zum Nachlass geklärt. Also z.B. der Enkelin einer verstorbenen Person würde es helfen, zu sehen, was für Verträge am Laufen sind, um diejenigen über den Todesfall zu informieren. Und sowas halt eindeutig zu regeln, und die Post spielt da ihren Part, wenn es um offizielle Zugangsberechtigung geht, wo die Enkelin mit ihrem eigenem Account, Zugriff auf das ePostfach der verstorbenen Person bekommt.

Das muss aber kein voller Zugriff sein. Denn, man kann Emails allgemein auch kategorisieren. D.h., zum Beispiel “Bankangelegenheiten” als eine Kategorie – und alle Emails, die von bestätigter Bank kommen, landen in dem dafür vorgesehenem Unterpostfach. Und weitere Unterpostfächer, z.B. zu medizinischen Angelegenheiten, oder auch zu online Shops. Lies, ein großes Update wie: “Ihr Bestellung befindet sich nun auf dem Weg.”, das landet in dem Seitenpostfach für solche Angelegenheiten.


Daran anknüpfend würde ich auch gut finden, wenn die Post etwas Business-Angebot hätte, in Form von einfachem Webaushang für kleine Firmen (sowie auch Business ePostfach). D.h. wenn jemand online schon irgendwie präsent sein möchte, und aber von Tätigkeit nicht viel mit Online-Dingen zu tun hat – dem reicht eventuell schon, eine einzige statische Webseite zu haben, wie halt so in Gelben Seiten, nur halt mit eigenem Link zu der Seite, die man sich bearbeiten kann, oder z.B. Grafiker für anfragen kann.

Da würde dann schon eine Gebühr fällig werden, während bei den allgemeinen ePostfächern die Option, über die Landkreis-Tax paar Cent zu berechnen, dafür dass jede Person im Landkreis, ein ePostfach mit x GB zur Verfügung hat. Da müsste man halt schauen, wie viel genau das dann wäre, je Landkreis Server, und Personal dabei. Aber mit je 50 Cent wären das bei 100.000 volljährigen Personen, 50.000 Euro monatlich – wovon man schon Stromkosten und paar Gehälter und mehroderweniger reguläre Hardware-Updates über die Jahre abdecken können sollte.

Und bei den Einnahmen der Post bietet sich auch an, online Werbung zu betreiben. D.h., jemand möchte Bescheid, dass im Landkreis neuen Laden eröffnet. Für etwas Gebühr, wäre die Werbung dann z.B. bei dem Landkreisforum, oder bei Nutzern des ePostfaches. Dies jedoch für die User komplett abstellbar. Also, wer nicht auf dem Laufenden sein möchte, was so auf dem Marktplatz los ist, der kann also in Einstellungen klicken auf: “Keine Werbung.”, und entsprechend ist es eingestellt.

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