Die Staatspost, Postzüge, und Feuerwehrzüge

Photo by Evelyn Simak, via Wikipedia

Wie beschrieben, der Plan ist unter anderem, dass es je Landkreis mehrere Postfilialen gibt, als Teil einer Nahversorgung, mit welcher es maximal 30 Minuten z.B. zum Supermarkt, oder auch zur Poststelle, mit ÖPNV, sind.

Aus Sicht der Post, nicht neu, dass sich die Frage zur Vernetzung der Poststellen ergibt. Also, wenn jemand in der Poststelle in Nauen ein Paket z.B. für seinen Kunden in Rathenow abgibt, dass es logistisch abgesichert ist, dass es auch dort ankommt, also zumindest an der Poststelle dort. Und ob der Landkreis dann paar Cent dafür geben möchte, damit die Poststelle Paketboten anstellen kann, die z.B. überwiegend Abends unterwegs sind, um Pakete zuzustellen – das ist dann eine etwas separate Frage. Aber so oder so, braucht es logistisch die Verknüpfungen, wo es vom Service her schon tolles Ding ist, wenn das werktags über Nacht der Empfänger Poststelle zugestellt wird.

Und das kann man mit Reihe an LKWs bewerkstelligen, wie das dieser Tage oft der Fall ist. Oder man kann auf die Schiene als Hauptadern dieses logistischen Netzwerkes setzen.

Im Beispiel, zwischen Perleberg und Berlin gibt es noch keine Schnellbahn, mit welcher die Fahrtzeit unter einer Stunde. Aber es gibt schon Gleise dorthin, und somit könnte man sagen, dass auf der Strecke spät Abends ein Postzug unterwegs ist, der eine Rundfahrt macht, bzw. zwei Züge auf noch längerer Strecke. Und entsprechend entladen die Züge die Zustellungen für die Poststellen bei dem Bahnhof, und nehmen gleich deren Pakete in die entsprechende Richtung weiter.

Und wenn man also solche Züge unterwegs hat, da kann man verschiedene Waggons nutzen. Zum einen könnte ein Waggon für die Personenbeförderung sein, womit Fahrgäste mit dem Postzug an dem Tag noch wie letzte Verbindung vom oder auf das Land hätten (und somit Schichtpläne bei der regulären Personenverbindung etwas entlastet).

Und auch weiterer Waggon, der auf Business-to-Business Lieferungen ausgelegt ist, also im Sinne von paar Paletten an Fracht. D.h., der Absender muss halt selbst schauen, dass die Fracht spätestens x Minuten vor Abfahrt des Zuges am Bahnhof ist, und beim Bahnhof, wo es hin geht, sollte es dann auch innerhalb eines Zeitfensters abgeholt werden. Und wenn die Nachfrage für diesen Service groß sein sollte, im Umfang also mehr ein Zug pro Tag, da könnte man zweimal täglich fahren, bzw. es Frachtunternehmen als solchem überlassen, das da dieses Güterbahnhof Infrastruktur mit eigenen Zügen nutzen kann, um den Marktbedarf an Bahngüterlogistik abzudecken.


Weiterer Nutznießer dieser Infrastruktur, auch die Berufsfeuerwehr. Diese mag zwar nicht einen Bahnzug per Landkreis-Berufsfeuerwehr bekommen. Aber so allgemein zentraler Speicher für paar Dinge wie z.B. Zelte, Schlafsäcke, usw., schon praktisch, das zu haben, wenn es mal gebraucht wird. Und noch praktischer, wenn man auch Tausende Liter an Trinkwasser mit Wasserzisternen-Waggons, bei Bedarf in eine Region bringen kann. Oder auch Gerät wie Kran, oder einfach mehr Mann.

Dementsprechend hätte die Berufsfeuerwehr-Zentrale eigene Lokomotiven und Depot, um bei Bedarf, oder auch nur mal so als reguläre Verteilungsrunde von manchen Waren, die die Wachen so verbrauchen und zentral beschafft werden, wenn der Umfang größer als nur paar Paletten für Postzug.

Und wenn man schon dabei ist, wäre angebracht zu schauen, wie man den Verpackungsmüll effizient reduziert. Meines Erachtens ergibt sich die beste Reduzierung, wenn die Verpackungen mehrfach genutzt werden. Und das würde halt gewisse Norm für diese Verpackungen voraussetzen, damit diese von verschiedenen Seiten genutzt werden kann. Im Beispiel, die Frachtcontainer bei Schiffen. Da sind ja alle möglichen Waren drinnen. Und in dem Sinne, auch kleinere Behälter. Im Beispiel, Palette mit Getränkeflaschen müsste nicht mit Plastik für den Transport ummantelt werden, wenn denn der Boden der Palette direkt dafür ausgelegt ist, dass man wie ein schmales Gerüst an der Seite der Palette hochziehen kann, wenn das Gut drauf steht. Und das könnte für Reihe an Waren so genutzt werden, mit entsprechender Norm.

In dem Kontext wäre dann auch angebracht zu schauen, wie man es bewerkstelligt, damit diese Paletten nicht Gabelstapler benötigen, um die Waren von Zug zu entladen oder beladen. Denn, wenn man also mit dem Postzug so unterwegs ist, und Norm-Waggon für diese Paletten hat, auf denen in dem Fall z.B. Kühlschränke stehen, die an einen Shop in einer Kreisstadt gehen – da wäre ja schon Megapraktisch, wenn man die Ladung einheitlich einfach nur wie rausschubsen könnte, mit wie kompletter offener Waggonseite. Oder sowas wie doppelter Boden des Waggons, wo der obere Boden (bzw. Teil dessen) rausgezogen wird, inkl. aller Paletten drauf, und Boden mit anderen Paletten auf den Zug beladen.

Was man damit hätte, wäre, Tonnen an Fracht innerhalb von Minuten vom Zug zu entladen, und Verladung wie auf die LKWs, das ist dann schon Ding des Güterbahnhofes, während der Postzug oder Frachtzug schon weiter unterwegs ist.

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