Im Bild oben zu sehen, der Lageplan des Berliner Westhafens, aus dem Jahr 1923.
In Berlin ist die Binnenschifffahrt, ein großer Teil der Stadtgeschichte. Siehe zum Beispiel, dass der erste Verbindungskanal zwischen Oder und Spree im 17. Jahrhundert eingeweiht wurde, als die Einwohnanzahl von so erstem Stadtgebiet Berlins an die 50.000 Seelen war. Anfang des 19. Jahrhunderts waren es so um die 172.988. Und das stieg dann relativ rasant an, mit mehr als Million an Einwohnern im Jahr 1878, nur was den damaligen Kern des seit 1920 vergrößerten Stadtgebiets darstellt. Und 1925 waren es mehr als 4 Millionen Einwohner, auf dem Stadtgebiet, wie man es auch heute noch kennt.
Mit der Industrialisierung im 19. Jahrhunderts kam es auch zur Nutzung der Bahn als Transportmittel. Hierzulande wurde das sehr gepflegt, mit technologischen Generationen an Lokomotiven, usw. Und entsprechend sah das dann, und teils auch heute noch, so aus, wie dem Bild oben.

Und dazu gab es separat noch, in unmittelbarer Nähe, Güterbahnhof, wie in diesem Bild von 1896 zu sehen. Dort wurde auch, direkt vom Bahnwagen auf Straßenwagen (oder andersrum) geladen.
Direkt nachbauen würde ich es so nicht, u.a. weil das Gebiet dieser Tage anderweitig bebaut ist. Aber so vom Konzept, im Kontext von Logistik und Stadtversorgung, finde ich es schon tolle Sache, wenn eine Frachtladung sogar im Stadtzentrum in Empfang nehmen kann, oder auch senden kann. Dies betrifft auf Bauvorhaben. Also, warum groß Dutzende LKWs mit Bauteilen Hunderte Kilometer, und dann noch durch den gesamten Stadtverkehr, entsenden, wenn es mit einem Zug geliefert sein kann, und dies so, dass das auf Abstellgleis auch Weile stehen kann, wenn die Bahnwagen nicht dringend anders benötigt, bzw. für kleine Gebühr Fläche dafür.
Dementsprechend meine ich, dass es schon angebracht wäre, mindestens einen Güterbahnhof wieder nach Berlin zu bringen – den ich als “City-Güterbahnhof” bezeichne. D.h., ein solcher Bahnhof dient vorrangig der Versorgung mit Kleingütern, wie z.B. Paletten oder Container für Supermärkte und so manches weiteres.
Im Unterschied zu Güterbahnhof auf dem Land, der sich etwas Platz nehmen kann, um vielerlei Dinge abzudecken, ist beim City-Güterbahnhof jedoch gewisse Kompaktheit gefragt. An diesem Punkt kommen die Postzüge ins Spiel, von denen ich zuvor redete, mit dem also staatlich entwickeltem (oder beauftragtem) Konzept der wie Schnelllogistik, um Tonnen an Fracht vom Zug auf den Bahnsteig, und andersrum, zu bekommen. Denn, wenn man sowas hat, dann kann man nämlich auch nur einfache Lade/Entlade-Rampen entlang bestehender Strecken planen.
Als Beispiel, der Abschnitt zwischen Spandau und Beusselstraße. An Charlottenburger Ch dort, wäre locker Platz für Bahnsteig. Und Frachtzug, liefert ab, und dann haben die umliegenden Betriebe es dort, und holen es sich z.B. mit Transporter ab. Oder auch z.B. mit wie auf den Flugplätzen, die das Zugfahrzeug beim Gepäck, wenn es zum Flugzeug gebracht wird. Nur halt mit Paletten hinten dran, oder so. Oder lokale Spedition beauftragt.
Teils könnte man da auch gleich schauen, ob man das auch für U-Bahn hinbekommt. Also als Prototyp, erneut Postzug. Und entlang der üblichen Strecke Bucht, wo es entladen wird, und dann irgendwie hochgehievt, oder per Servicetunnel, wenn da großer Betriebe nur paar Meter weiter liegt, wo man z.B. auch sowas wie Laufband, oder einfach nur wie Paketen die Laufrollen, legen kann, so, dass es vielleicht sogar direkt vom Zug von selbst in das Lager des Betriebs rollt.
Und was man damit hätte, ist einfach die Option für alle Betriebe in der Stadt, sich etwas z.B. aus Gewerbegebiet bei Rathenow zu bestellen, was in Größe von Palette aufwärts geliefert wird, und in relativer Nähe zum Betrieb ziemlich flott bereit steht. Oder auch, wenn der Betrieb selbst etwas in dem Umfang versenden möchte, praktisch wenn man es als Betrieb im eigenen Zeitfenster zur Abholung abstellen kann, und es dann per Güterzug dort ankommt, wo es hin soll.
Die Post als solche, würde da solche Infrastruktur auf jeden Fall für die Logistik von Paketen nutzen. Die Idee halt, die Masse an einzelnen Transportern, die in Anwohnerstraßen unterwegs sind, um etwas zu liefern, was oft nicht geliefert wird, weil der Empfänger nicht zuhause ist – diesen Straßenverkehr zu reduzieren. Dabei gibt es zwar schon diese Paketautomaten, die bei der Thematik helfen. Aber die Vorstellung wie derzeit, dass sich jeder Versandhandel die Gegend mit zig solcher Paketautomatenstationen zupflastern kann, wo derzeit hier in der Gegend schon der aus USA, und dazu also im Namen von gleichem Anspruch, wo Bezirk nicht sagen kann, dass OTTO aber nicht darf, oder Zalando, oder wie sie alle heißen – das finde ich absurd. Und für die Zustellung eines Pakets mit Großwagen in Anwohnerstraße zu fahren, finde ich auch absurd. Dementsprechend bin ich da viel eher ein Fan davon, dass sich so ein Versandhandel seine Paletten an Paketen für eine Nachbarschaft per Bahn sendet, und diese Pakete dann entweder in Poststelle zum Abholen, oder von dem Versandhandel selbst gekümmert, dass dieses Pakete z.B. mit elektrischem Lastenrad oder Kleintransporter verteilt werden.
Comments on Frachtverkehr und City-Güterbahnhöfe